Sonnenbräu AG

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Bier ist nicht gleich Bier
Freitag, den 12. April 2013 um 00:00 Uhr

bieristnichtgleichbier
Die beiden Biersommeliers Peter Schäfer und Claudia Graf bei der sensorischen Probe verschiedener «Sonnenbräu»-Biere in Kombination mit den Geschmacksrichtungen süss, salzig, sauer und bitter. (Bild: Max Pflüger)

 

Welches Bier passt zu welcher Speise? Das ist die Frage, die der geschulte Biersommelier beantworten kann. Bei «Sonnenbräu» haben Claudia Graf und Peter Schäfer die Ausbildung zum Biersommelier mit Erfolg abgeschlossen.

MAX PFLÜGER

REBSTEIN. Geschäftsleiterin Claudia Graf und Verkaufschef Peter Schäfer konnten kürzlich nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung ihre Auszeichnung als Schweizer Biersommeliers entgegennehmen. Verteilt über die letzten zwei Monate haben sie sich während insgesamt acht Tagen in einem Intensivseminar in den Bereichen Bierkultur, Sensorik und Verkostung, internationale Bierstile und Bierstile der Schweiz, Recht und Biermarketing berufsbegleitend weitergebildet.

Kulturgut Bier

«Bier ist Emotion und Kultur, Vielfalt und Überraschung, Kreativität und Pioniergeist», sagt die ausgebildete Braumeisterin Claudia Graf. Und sie erinnert daran, dass Bier sich über rund 6000 Jahre weit in die Geschichte zurückverfolgen lässt.

Das historische Erbe sei Verpflichtung, dem Bier entsprechende Aufmerksamkeit und Sorgfalt zukommen zu lassen. Der Biersommelier verstehe sich als Berater einerseits für den Gastronomen, andererseits aber auch für den Konsumenten. Er gibt Informationen zum Prozess der Bierherstellung und über die richtige Bierauswahl zur gewählten Speise weiter.

Der Sommelier ist auch verantwortlich für die ausgeschenkte Bierqualität und die perfekte Präsentation des Bieres. Er erstellt die Bierkarte, berät den Koch bei Biergerichten und hilft beim Biereinkauf.

Der Sommelier

Das Wort stammt aus dem Französischen und bedeutet ursprünglich «Mundschenk». Der Mundschenk war an der mittelalterlichen Tafel zuständig für die Getränke und die Speisen. Als Vorkoster hatte er auch die Aufgabe, Getränke und Nahrungsmittel auf ihre Qualität hin zu überprüfen. Ein verantwortungsvolles Amt also.

Sommeliers sind vor allem vom Wein her bekannt. Sommeliers sind gegenwärtig aber im Trend: für Zigarren, für Schokolade, sogar für Mineralwasser und … natürlich … auch für Bier.

Ausgebildete Sensoriker

Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung zum Sommelier sind die sensorischen Fähigkeiten, das heisst das Vermögen, geschmackliche Unterschiede zu erkennen und sprachlich nachvollziehbar zu umschreiben.

Süss, sauer, salzig und bitter sind die vier sensorischen Merkmale, aus denen sich der Geschmack zusammensetzt. Bier ist nicht gleich Bier. Wozu passt ein bestimmtes Bier? Als Übung testet der Sommelier ein bestimmtes Bier, zum Beispiel im Vergleich mit süss (Butterbrot mit Zucker), salzig (Butterbrot mit Salz), bitter (roter Chicorée-Salat) und sauer (Zitrone) und notiert sich, wie gut ein Bier mit dem entsprechenden Geschmacksmerkmal harmoniert.

Erstaunlich übrigens, wie schnell auch ein Laie mit diesem einfachen Test ein Bier einordnen kann.